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Schiffsbeteiligungen - früher vor allem als Steuersparmodell interessant - sind aufgrund der in den letzten Jahren stetig gestiegenen Charterraten heute echte Renditemodelle. Eine Schiffsbeteiligung ist ein geschlossener Investmentfonds - Sie beteiligen sich als Kommanditist an einer Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, ein Schiff oder mehrere zu betreiben, z.B. ein Containerschiff oder einen Tanker. Das Schiff, an dem Sie beteiligt sind und von dem Schiffsfonds verwaltet wird, führt Transporte auf den Weltmeeren durch und erzielt dafür Chartereinnahmen. Dem gegenüber stehen Ausgaben, vor allem in Form von Zinsen, Tilgungen und Betriebskosten. Aus dem Überschuss, den das Schiff erzielt, werden Ausschüttungen an die Gesellschafter geleistet. Bei den aktuellen Fonds sind beispielsweise für die ersten Jahre der Beteiligung Ausschüttungen zwischen 6% und 12% vorgesehen. Nach einer bestimmten Laufzeit, meist 15 - 20 Jahre, die bei der Emission bereits vorauszusehen ist, aber letztendlich von der Gesellschafterversammlung festgelegt wird, erfolgt der Verkauf des Schiffs oder der Schiffe, die Gesellschaft aufgelöst und der Verkaufserlös ebenfalls noch an die Gesellschafter ausgeschüttet.
Bei Schiffsbeteiligungen handelt es sich also um unternehmerische Beteiligungen mit Chancen und Risiken. So können Veränderungen bei den Charterraten, Wechselkursschwankungen oder Änderungen bei den Zinssätzen das Ergebnis der Schiffsbeteiligung sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Die prospektierten Ausschüttungen sind geplant, aber nicht garantiert. Erzielt das Schiff geringere Einnahmen, können Ausschüttungen verschoben werden oder ganz ausfallen. Umgekehrt kann ein Schiff jedoch bei einem guten Geschäftsverlauf früher als geplant entschuldet werden und wesentlich höhere Ausschüttungen ermöglichen als im Prospekt angegeben. Da die Charterraten in den letzten Jahren stark gestiegen sind und die meisten Beteiligungsgesellschaften die Charterraten im Prospekt eher vorsichtig ansetzen, konnten Investoren mit Schiffsbeteiligungen in der Vergangenheit überwiegend hohe Nachsteuerrenditen erwirtschaften. Dazu hat natürlich auch die geringe Besteuerungsart der Gewinne, die die Schiffe einfahren, beigetragen, denn für Schiffe gilt die Tonnagebesteuerung. Es gibt einige Gründe dafür, dass Schiffsbeteiligungen auch in den nächsten Jahren weiterhin gut laufen: So muss z.B. ein Teil der derzeitigen Weltmeerflotte in den nächsten 10 Jahren aufgrund internationaler Regelungen verschrottet werden, da die Schiffe bestimmte Sicherheitsmerkmale nicht erfüllen. Da der Neubau von Schiffen mit der Verschrottung nicht mithalten kann, ist auch für die nächsten Jahre mit einem positiven Marktumfeld zu rechnen. Anleger, die aktuell eine Schiffsbeteiligungen eingehen, profitieren von einem günstigen Dollar. Eine gewisse Risikostreuung bietet ein "Flottenfonds". Hier investieren Sie in mehrere Schiffe, so dass es keine so große Rolle spielt, wenn ein Schiff einmal etwas schlechter als im Prospekt vorgesehen läuft, da die anderen Schiffe dies mit ihren Ergebnissen auffangen können.
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